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Zum Sieg fehlt nicht viel

HC 03 Bamberg – HSV Hochfranken 29:29 (12:14)

In Bamberg zeigen die HSV Herren mit neu aufgestelltem Kader eine engagierte Vorstellung. Trotz zwischenzeitlichen 5-Tore-Vorsprungs müssen sie sich am Ende aber mit einem Remis begnügen.

HSV: Riedel, Michanek – Stöckert (3), Vogel (3), Dietel (3), Dirr (3), Scherdel (2), Krauß (2), Reitmeier (1), Dorschner (3), Ziesmann, Schaller (2), Herkt (7/1)

Siebenmeter: HC 3/3, HSV 1/2
Zeitstrafen: HC 1, HSV 0
Schiedsrichter: Bönisch/Weisflog (TV Michelau)
Zuschauer: 20

Spielfilm: 3:0, 5:2, 7:8, 11:9, 12:14 – 19:24, 25:25, 25:27, 28:27, 29:29

Es war sozusagen das erste Spiel einer neuen Zeitrechnung bei den HSV Herren. Nachdem, wie berichtet, die HSV Hochfranken in Zukunft nicht mehr auf die Dienste der beiden tschechischen Routiniers Michal Pich und Martin Bartoš zurückgreifen wird, machte sich am Samstag eine Mannschaft nur mit jungen Spielern aus der Region auf den Weg zum schweren Auswärtsspiel beim HC Bamberg. Der einzige, der dabei aus der Reihe tanzte, ist das Selber Urgestein Vladimir Michanek, der am Samstag gleichzeitig die erkrankten Jan Becker als Trainer und Felix Köhler als Torwart ersetzen musste. Es fehlte außerdem Julius Meinel aufgrund einer Daumenverletzung, während Frederik Dietel als zweiter Kreisläufer zu seiner Saisonpremiere in der ersten Mannschaft kam.

Die neu formierten Gäste kamen in Bamberg nur schleppend in die Partie und konnten erst nach knapp fünf Minuten ihren ersten Treffer verbuchen. Trotz des frühen Rückstandes wurden sie aber nicht nervös und spielten im Angriff ihre Chancen jetzt besser aus und konnten auch durch schnelle Tore aus Tempogegenstößen den Rückstand nach 15 Minuten wieder aufholen. Von Beginn an zeichnete sich bei den Hochfranken ein großes Engagement und ein guter Teamgeist ab. Gute Aktionen des anderen wurden gefeiert und mancher Fehler auch verziehen. So ließen sie sich auch von einem erneuten Rückstand nicht beirren und konnten nach einer sehr guten Schlussphase der ersten Halbzeit mit einem 12:14-Vorsprung in die Kabine gehen.

Das Momentum konnte zunächst auch in den zweiten Spielabschnitt transportiert werden. Bis zur 45. Minute wuchs der Vorsprung der Gäste auf 19:24 Tore an, bis plötzlich ein Bruch in das Spiel der Mannschaft aus Selb und Rehau kam. Im Angriff wurden Bälle leichtfertig hergeschenkt, während es in der Defensive vermehrt zu Abstimmungsfehlern kam, welche die Gastgeber für freie Torchancen nutzen und in der 51. Minute zum 25:25 ausgleichen konnten. Die Hochfranken steckten diesen Rückschlag aber gut weg, konnten ihrerseits wieder in Führung gehen und hätten diese mit etwas mehr Glück beim Abschluss auch noch weiter ausbauen können. Stattdessen fanden sie sich in einer sehr spannenden Schlussphase erstmals nach über 30 Minuten wieder im Rückstand, ehe Daniel Schaller und Frederik Dietel abermals für einen Führungswechsel zum Stand von 28:29 sorgten. Mit Frank Fischer war es letztlich ein ehemaliger Selber Handballer, der für die Gastgeber zum Endstand einnetzte. Eine Minute blieb den Hochfranken zwar noch, mit einem lang ausgespielten Angriff das entscheidende Tor zu erzielen, doch der letzte Wurfversuch blieb im Bamberger Block hängen.

Nach dem Spiel herrschten bei den HSV Herren sehr gemischte Gefühle. Zum einen war man sichtlich enttäuscht von der verpassten Chance des Auswärtssieges, andererseits zeigte man klar und deutlich, dass auch unter den personellen Umständen mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung vieles möglich ist. Die HSV Herren haben jetzt zwei Wochen Zeit, um sich auf das nächste Heimspiel gegen die HG Hut/Ahorn vorzubereiten. M.D.