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Wenig Tore…keine Punkte

HSV Hochfranken: Michanek, Köhler; Fritsch, Stöckert (1), Becker (2), Ludwig (1), Görlitz, Scherdel (1), Krauß (1), Mocker (7/3), Dorschner, Hüttner (1), Zitterbart, Herkt (1)

Zeitstrafen: HSV:             1                           SV 08 Auerbach: 3

Rote Karte: Tobias Ludwig (HSV, 29. Spielminute)

Schiedsrichter: Sachse, Weis (HG Maintal)

Spielverlauf: 5. Spielminute 2:1, 15. 5:5, 20. 8:7, 25. 9:9, Halbzeit 11:11, 35. 13:11, 45. 18:11, 48. 18:12, 55. 22:14, Endstand 24:15

 

Ein Spiel mit mehreren Knackpunkten und damit verbundenen Genickbrüchen musste die erste Mannschaft der HSV Hochfranken am Samstag in der Oberpfalz verkraften. Die erste schlechte Nachricht ereilte alle bereits vor dem Spiel, Jonas Dirr konnte verletzungsbedingt nicht am Spiel teilnehmen, die anderen negativen Einflüsse kamen erst während des Spiels.

Bis in die Haarspitzen motiviert gingen beide Mannschaften in die Partie und versuchten in den ersten Minuten sich gegenseitig den Schneid über eine gewisse Abwehrhärte abzukaufen. Immer wieder rannen die Spieler aus Selb und Rehau in eine gut stehende Abwehr und mussten sich dort als Männer beweisen, denn auch hier war viel Härte im Spiel. Doch sie gaben es in der Defensive immer wieder zurück. Beide Angriffsreihen taten sich schwer einfache Tore zu erzielen und es zeichnete sich schon früh ab, dass es eine torarme Partie werden würde. Dies lag auch daran, dass die Torhüter auf beiden Seiten an diesem Tag gut aufgelegt waren. Das Zusammenspiel mit der Abwehr funktionierte und so konnten sich die Keeper immer wieder auszeichnen. Jedoch Kapital daraus konnte nur wenig geschlagen werden, da die Rückwärtsbewegung ebenfalls schnell durchgeführt wurde. Keiner Mannschaft gelang es bis zu 15. Minute sich abzusetzen. Immer wieder ging Auerbach mit einem Tor in Front, doch die Mannschaft von Luka Veraja glich meist postwendend aus. In der 27. Spielminute konnten sich die Gastgeber erstmals auf zwei Tore absetzen beim Stand von 11:9. Die Hochfranken spielten nun besonnen weiter und schafften es in der 29. Minute auszugleichen. Diese Spielminute brachte eine weitere spielentscheidende Szene mit sich. Nach dem Ausgleich von Dominik Krauß nahmen die Gastgeber eine Auszeit, bei noch zu spielenden 35 Sekunden. Die Abwehrspieler der HSV Hochfranken verteidigten nun weiter hart und sollten darauf achten nicht noch eine Zeitstrafe zu bekommen. Tobias Ludwig trat in der Mitte heraus um einen Angreifer zu stoppen, diesen traf er leider unglücklich im Gesicht und den Schiedsrichtern blieb, nach ihrer Überzeugung, keine andere Wahl als die Rote Karte. Ab jetzt fehlte einer der beiden Abwehrchefs für die restliche Partie. In der Halbzeit musste nun alles umgestellt werden und die Abwehrkonstellation bestand vorher so noch nicht.

Die Gastgeber nahmen ab Beginn der zweiten Hälfte Philipp Mocker in Manndeckung und versuchten so die Angriffsbemühungen der Gäste zu unterbinden. Diese Maßnahme zeigte sofort Erfolg, die anderen Spieler erschienen nun ohne Grund verunsichert und agierten wie vom Heimtrainer gewünscht. Die Fehlerzahl stieg und auch die Häufigkeit des passiven Spiels, was immer wieder zum Wechsel des Angriffsrechts führte. Die Abwehr der Spieler aus Selb und Rehau brauchte einige Minuten um sich zu finden, diese Minuten nutzten die Oberpfälzer geschickt aus, schnell waren sie mit zwei Toren in Front und schraubten den Vorsprung bis zur 45. Spielminute auf sieben Tore. Dies lag auch daran, dass die Gäste aus Hochfranken bis in die 48. Minute kein Tor erzielen konnten und auch dieses fiel nicht aus dem Spiel heraus sondern durch einen Strafwurf.

Die Messe war nicht erst zu diesem Zeitpunkt gelesen, doch die Spieler ergaben sich nicht in ihrem Schicksal, sondern versuchten zumindest die Differenz nicht zu groß werden zu lassen.

Dies funktionierte, da die Abwehrarbeit nun deutlich verbessert werden konnte und es dem Gastgeber auch immer schwer gemacht wurde einfache Tore zu erzielen. Diese konnten bis zum Ende lediglich 25 Treffer erzielen, was eine hervorragende Anzahl in einem Auswärtsspiel gewesen wäre, allerdings hätten dann deutlich mehr Tore in Halbzeit zwei erzielt werden müssen, als es den Angreifern der HSV nur möglich war insgesamt vier Tore zu erzielen. Fazit dieses Spiels ist eindeutig, dass die Mannschaft mit einer Problemstellung gerade noch umgehen kann, wenn die Probleme, Hinausstellungen, Fehlen von Spielern oder Manndeckung gegen Führungsspieler in gehäufter Form auftreten sind die Spieler leider derzeit noch etwas überfordert. Jetzt folgt eine Spielpause bevor es in zwei Wochen zum Derby gegen die HSG Fichtelgebirge kommt.