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Moral da, Punkte leider nicht

HSV Hochfranken belohnt sich nicht

HSV Hochfranken: Michanek, Köhler; Zitterbart (1), Fritsch, Hüttner, Stöckert (3), Ludwig (7/2), Dirr (4), Scherdel, Krauß (3), Mocker (11/2), Dorschner (1), Herkt

Zeitstrafen: HSV: 3          HC Sulzbach-Rosenberg: 2

Schiedsrichter: Behrens, Dechert (ESV Flügelrad)

Spielverlauf: 5. Spielminute 3:0, 10. 5:3, 20. 11:6, 25. 12:9, Halbzeit 13:12; 35. 17:15, 40. 19:19, 50. 27:24, 55. 31:27, Endstand 32:30

 

Die Handballer aus Selb und Rehau haben beim Spiel in Sulzbach leider vergessen sich selbst zu belohnen. Die Einstellung, Moral und der Kampfeswille waren an diesem Tag hervorragend, einzig die Fehlerquote beim Torabschluss und beim Passspiel verhinderten einen Erfolg in der Oberpfalz.

Die ersten Minuten waren schon ausschlaggebend für das spätere Endergebnis, innerhalb dieser Zeit verwarfen die Angreifer vier freie Bälle und produzierten dazu vier technische Fehler. Das rächte sich sofort und später dann auch im Endergebnis, die Gastgeber gingen mit drei Toren in Front. Jetzt wurde Vladimir Michanek zum Faktor und hielt ein paar Bälle, einen davon mit dem Gesicht, was die HSV-Bank auf den Plan rief. Der hinter der Bank stehende Hallensprecher wollte dies nicht akzeptieren und begann persönliche Beleidigungen abzusondern. Die Schiedsrichter unterbanden dies, doch als einige Minuten später die Verunglimpfungen ohne Mikrofon immer weiter anhielten, wurde er Dank der guten Schiedsrichter und des Heimtrainers auf die Tribüne verwiesen. Ein Störfaktor war damit erledigt. Nun konnten sich wieder alle aufs Spiel konzentrieren. Und das gelang den Spielern von Luka Veraja auch immer besser, bis zur zehnten Minuten kam die HSV auf 5:3 heran. Jetzt schaltete der Gastgeber einen Gang hoch und zog immer weiter davon bis zum Zwischenstand von 11:5 in der 19. Minute. Auszeit der Hochfranken um die Spieler nochmals an die ausgegebene Marschroute zu erinnern, das fruchtete nun. Die Abwehr wurde umgestellt und der Abstand konnte Zug um Zug verringert werden. Immer wieder war es Krauß, der schnelle Konter lief, drei dieser wurden ihm allerdings ohne erfindlichen Grund abgepfiffen. Mit diesen Treffern wäre eine Pausenführung mehr als verdient möglich gewesen, so gingen die Mannschaften beim Stand von 13:12 in die Pause. Ein Großteil der HSV-Spieler blieb auf dem Feld, da auch in diesem Spiel das ungeliebte Haftmittel zum Einsatz kam, und schossen sich für die zweite Hälfte ein.

In der Halbzeit selbst wurde der Mannschaft nochmals bestätigt den Weg der ersten Hälfte konsequent weiter zu gehen. Und genau das wurde durchgeführt, gute, harte und bewegliche Abwehrarbeit machte es dem Gastgeber schwer einfache Tore zu erzielen. Das Spiel blieb eng und in der 40. Minute stand es unentschieden 19:19. Eine Führung war den Hochfranken nicht vergönnt, da sie nun wieder ein paar Fehler einstreuten, die die Spieler der HC immer wieder zu schnellen Kontern nutzten. Felix Köhler konnte sich nun ebenfalls zwischen den Pfosten präsentieren und hielt einige Bälle, doch der Angriff konnte die damit gewonnenen Möglichkeiten nicht umsetzen und vertändelten die Bälle. Die Gastgeber zogen nun wieder davon und legten vier Treffer zwischen sich und die HSV (55. Spielminute 31:27). Die Gäste stellten die Abwehr um und verkürzten das Ergebnis erneut. Am Ende fehlte sowohl die Zeit als auch die Luft um das Spiel noch zu drehen. Der verwiesene Hallensprecher hatte im Anschluss auch noch etwas zu sagen und brachte den HSV-Spielern in der Kabine nochmals einen bunten Strauß Beleidigungen vorbei, was schließlich auch im Spielbericht festgehalten wurde. Die Spieler aus Selb und Rehau gehen gestärkt aus dieser Partie hervor, denn gegen diese Moral, die beim Spiel gezeigt wurde ist es schwer anzukommen. Die Tugend bis zum Ende zu kämpfen muss bewahrt werden, wenn nun noch eine Reduzierung der unerzwungenen Fehler dazukommt werden künftig mehr Punkte eingesammelt. Losgehen soll es damit am kommenden Samstag in Rehau beim Derby gegen den TV Münchberg.