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Mit Willenskraft und Kampfgeist zum Auswärtssieg

TV Gefrees – HSV Hochfranken 30:33 (15:16) 

Die Herren der HSV Hochfranken feiern einen gelungenen Auftakt zu wegweisenden Wochen in der Bezirksoberliga. Beim TV Gefrees fahren sie einen knappen, aber verdienten Sieg ein.

HSV: Riedel, Köhler – Stöckert, Bartoš (7), Pich (3), Dirr (5/2), Scherdel, Krauß (8), Reitmeier (1), Dorschner (1), Meinel (5), Schaller (1), Herkt (2/1)
Siebenmeter: TVG 6/8, HSV 3/5
Zeitstrafen: TVG 3, HSV 6
Schiedsrichter: Jäger/Uzun (TS Schwarzenbach/TV Helmbrechts)
Zuschauer: 120

Spielfilm: 3:3, 7:3, 7:8, 14:13, 15:16 – 15:20, 18:23, 24:24, 24:28, 27:29, 27:32, 30:33

Am Sonntagabend um 18 Uhr haben die Herren der HSV Hochfranken auch noch kein Handballspiel bestreiten müssen. Doch da der TV Gefrees für seine Heimspiele in die Hallen anderer Vereine ausweichen muss, war die späte Anwurfzeit unumgänglich. Trainer Jan Becker musste deshalb berufsbedingt auf Andreas Vogel verzichten, für den erneut Alexander Wolf in den Kader nachrückte. Die Hochfranken waren vor dem Spiel gewarnt, denn die Gefreeser hatten vor Wochenfrist den Tabellenzweiten aus Rödental/Neustadt bei der 28:30-Heimniederlage bis zum Ende gefordert. Die Anfangsphase der Partie in der Halle des TV Marktleugast war von einem sehr hohen Tempo, allerdings zunächst auch von vielen Fehlwürfen seitens der Gäste geprägt, wodurch der TV Gefrees nach nur sechs Minuten mit 7:3 in Führung gehen konnte. Scheinbar selbst erstaunt von der schnellen Führung unterliefen den Hausherren aber nun mehrere leichte Fehler, die von den Hochfranken mit schnellen Toren bestraft wurden. Innerhalb von nur zweieinhalb Minuten wandelten die Gäste den Rückstand in eine 7:8-Führung um und sorgten dafür, dass die zahlreich mitgereisten Fans ihr Team noch lauter anfeuerten.

Je eine Zeitstrafe auf beiden Seiten brachte jetzt etwas Ruhe ins Spiel. Die Angriffe wurden länger ausgespielt, wodurch sich die Abwehr der Spielgemeinschaft aus Selb und Rehau besser formieren konnte. Die Offensivleistung lies dagegen größtenteils weiterhin aufgrund zu vieler Fehlwürfe und technischer Fehler zu wünschen übrig. Außerdem war Torwart Jonatan Riedel an diesem Tag wahrlich nicht vom Glück verfolgt. Insgesamt drei Würfe der Gefreeser prallten vom Pfosten auf seinen Rücken und letztendlich doch noch ins Tor. Das und so manche fragwürdige Schiedsrichterentscheidung trugen dazu bei, dass die Gäste sich bis zum Halbzeitpfiff nicht weiter absetzen konnten und beim Stand von 15:16 die Seiten gewechselt wurden.

Die Halbzeitansprache von Trainer Jan Becker schien Wirkung gezeigt zu haben, denn im zweiten Spielabschnitt zeigte sich seine Mannschaft von Beginn an hellwach und konnte sich mit vier Treffern in Folge erstmals einen komfortablen Vorsprung erspielen und diesen bis zum 18:23 durch den sehr gut aufgelegten Dominik Krauß halten. Doch immer dann, wenn man dachte, dass man das Spiel in den Griff bekommt, schlichen sich erneut Fehler ein und der Vorsprung schmolz Tor um Tor, bis es 15 Minuten vor Schluss beim Stand von 24:24 wieder ausgeglichen war.

Jetzt galt es, nicht den Faden zu verlieren und sich nicht von der aufkommenden Hektik auf dem Spielfeld übermannen zu lassen. Die Gäste erledigten dies bravourös: Felix Köhler mit einer guten Leistung im Tor und die Offensive mit Willenskraft und einer erneuten Serie von vier Toren ließen keinen Zweifel daran, wer heute die Halle als Sieger verlassen sollte. Auch das letzte Aufbäumen des TV Gefrees wurde erfolgreich abgewehrt und der siebenfach Torschütze Martin Bartoš sorgte mit dem 27:32 in der 56. Minute für die Vorentscheidung.

Nach dem Schlusspfiff war der Jubel groß und der Auftakt zu wegweisenden Wochen in der Bezirksoberliga mit vier Spitzenspielen und zwei Derbys erfolgreich gemeistert. Am kommenden Wochenende dürfen sich die HSV Herren vor heimischem Publikum präsentieren, wenn am Sonntag um 16 Uhr in Rehau der Anpfiff zum Spiel gegen den Mitabsteiger TV Helmbrechts erfolgt. M.D.