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Last-Second-Sieg gegen TV Marktsteft

HSV Hochfranken: Michanek, Köhler; Fritsch, J. Ludwig, T. Ludwig (3/2), Görlitz, Zumpe (1), Dirr (4), Scherdel, Krauß (6/1), Mocker (5), Schaller, Zitterbart, Herkt (4)

Zeitstrafen:         HSV: 4                  TV Marktsteft: 4

Schiedsrichter: Hehn, Tauchert

Zuschauer: circa 180

Spielverlauf: 5. Minute 2:2, 15. 6:7, 25. 9:10, Halbzeit 12:10; 35. 14:13, 40. 15:16, 52. 18:20, 57. 20:22, 59. 21:22, Endstand 23.22

 

Es sind noch 40 Sekunden zu spielen in der Selber Realschulturnhalle und der Gästetrainer nimmt eine Auszeit. Die Messe scheint gelesen, ein Tor Führung für den Gast und alle Zuschauer glauben an die drohende Niederlage der HSV Hochfranken. Doch was nun passiert ist unglaublich, Ballgewinn durch die HSV und Dominik Krauß kann zwanzig Sekunden vor Schluss den Ausgleich erzielen. Ein weiterer Angriff rollt auf die offene Abwehr der Spieler aus Selb und Rehau zu und der Gegner begeht ein Stürmerfoul, der Ball wird schnell nach vorne gebracht und Dominik Krauß erhält tatsächlich noch eine letzte Wurfchance und verwandelt eiskalt mit einem „Leger“ zum Sieg in der Schlusssekunde. Der Jubel auf dem Feld und in der Halle kannte keine Grenzen mehr, doch von Anfang an.

Der TV Marktsteft kam zum Kellerduell in die Porzellanstadt, beide Mannschaften sind vor der Saison in die Landesliga aufgestiegen und sind nun akut vom Abstieg bedroht, die Vorzeichen standen also nicht auf handballerische Feinkost. Es entwickelte sich ein typisches Spiel im Abstiegskampf, von Beginn agierten beide Mannschaften vorsichtig und im Abschluss zu unsicher, vor allem die HSV-Spieler konnten am Anfang ihre gut herausgespielten Chancen nicht verwerten. Nach fünf Minuten stand es gerade mal 2:2 und die HSV hätte zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon führen müssen, da die Spieler bereits vier Großchancen ausließen. Die Wurfausbeute auf beiden Seiten nicht besser, aber die Abwehrreihen agierten nun sicherer. Die HSV gewohnt offensiv mit viel Bewegung und immer auf der Suche nach dem Ball, der TV Marktsteft sehr defensiv mit den großen Spielern in der Mitte. Immer wieder bissen sich die Spieler der Hochfranken ihre Zähne am Abwehrbollwerk aus und kamen schließlich ins Hintertreffen, der Gast führte fünf Minuten vor der Pause mit einem Tor. Jetzt schlug zum ersten Mal die Stunde von Dominik Krauß. Erst einen Strafwurf zum Unentschieden, dann nach schönem Anspiel von Jonas Dirr die Führung und schließlich, nach der Auszeit und Anspiel von Philipp Mocker, die Pausenführung konnte der quirlige Linksaußen erzielen.

Die Route für die zweite Hälfte war klar, es sollte konsequenter abgeschlossen werden und die Lücken in der Abwehr besser genutzt werden. Doch der Schuss ging nach hinten los, denn die Gäste drehten das Ergebnis in den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte um. Immer wieder spielten die Abwehrrecken aus Marktsteft ihre Erfahrung aus und zogen Stürmerfouls, allerdings gaben die Angreifer der HSV den Schiedsrichtern und Gegenspielern auch die Möglichkeit gegen sie zu pfeifen. Höhepunkt war eine Zeitstrafe gegen Philipp Mocker, der sich über eine offensichtliche Fehlentscheidung so sehr echauffierte, dass er eine Zeitstrafe bekam und das in einer entscheidenden Phase. Der TV Marktsteft konnte in der 50. Minute erstmals mit zweit Toren in Führung gehen. Die Auszeit wurde acht Minuten vor Schluss genommen und die Spieler nochmals aufgerüttelt, der Rückstand blieb aber im Weiteren gleich. Die HSV stellte die Abwehr noch offensiver ein und versuchte Bälle zu gewinnen, der Gegner ließ sich davon aber nicht beeindrucken. Mit einem Tor Rückstand ging man in die letzte Spielminute und der Gast nahm die Auszeit 40 Sekunden vor Schluss. Die Spieler der HSV gingen mit Zuversicht in die letzten Sekunden und wurden dafür belohnt, da das zweite Mal die Stunde von Dominik Krauß schlug, der binnen 20 Sekunden zwei Tore erzielen konnte, da die Abwehr der HSV, aber vor allem der Angriff des TV Marktsteft es zuließen noch zwei Bälle zu gewinnen. Die Freude kannte keine Grenzen auf Seiten der HSV und die Spieler lagen sich glücklich in den Armen, denn so ein Spiel erlebt man nicht alle Tage. Nun geht es in den nächsten beiden Wochen zweimal gegen den ASV Cham, da das Hinspiel aufgrund von Wassereinbruch in die Realschule in Selb wiederholt werden muss.