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HSV Herren I enttäuschen auf ganzer Linie

HG Kunstadt – HSV Hochfranken 31:24 (15:9)

Gegen dezimierte Kunstädter zeigen die Herren der HSV Hochfranken ihre schlechteste Saisonleistung. Vor allem die mangelhafte Chancenverwertung bricht ihnen das Genick.

HSV: Riedel, Michanek – Stöckert, Vogel, Pich (1), Dirr (2), Scherdel, Krauß (8), Reitmeier (3), Bartoš (7), Dorschner, Meinel (3), Schaller, Herkt

Zeitstrafen: HG 1, HSV 4
Siebenmeter: HG 9/9, HSV 3/3
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Kauschke/Sahrmann

Spielfilm: 2:4, 7:5, 13:8, 15:9 – 18:9, 22:12, 24:17, 30:20, 31:24

Nach der knappen Derbyniederlage der vergangenen Woche gegen den TV Helmbrechts ist die Mannschaft von Trainer Jan Becker mit dem Ziel der Wiedergutmachung nach Burgkunstadt gereist. Als Ersatz für den verletzten Torwart Felix Köhler ist Routinier Vladimir Michanek zum Kader gestoßen.

Die Partie begann aus Sicht der HSV noch gut. Gegen dezimierte Kunstädter, die die Partie mit lediglich 7 Feldspielern absolvierten, lagen die Gäste nach 5 Minuten mit 2:4 in Führung. Damit war allerdings die beste Phase des Spiel seitens der Hochfranken bereits vorbei. Die restlichen 55 Minuten machten deutlich, dass das Saisonziel Wiederaufstieg mit solch einer Leistung nicht zu erreichen sein wird, wobei die Torhüter schlimmeres noch verhinderten.

Die Gastgeber spielten ihre Angriffe nun besser aus, griffen die Lücken der HSV-Defensive an und erspielten sich damit gute Torchancen oder bekamen nach Fouls einen Strafwurf zugesprochen, deren neun allesamt von Hajck Karapetjan verwandelt wurden.

Auf der anderen Seite leisteten sich die Gäste, die darauf besinnt waren, mit Tempospiel die Überhand zu erlangen, zahlreiche Fehlwürfe aus allen Positionen. Auch Spielerwechsel brachten an diesem Tag kaum Besserung, wodurch der Vorsprung der Gastgeber kontinuierlich wuchs und zur Halbzeit bereits sechs Tore betrug.

In der Halbzeit versuchte Trainer Jan Becker, die Mannschaft wachzurütteln und ihnen den Impuls für eine Aufholjagd zu geben, doch alle Bemühungen wurden im Keim erstickt. Auch nach Wiederanpfiff reihten sich bei der HSV Fehlwürfe und technische Fehler aneinander, die die Kunstädter clever ausnutzten und ihren Vorsprung in der 39. Minute erstmals auf zehn Tore ausbauen konnten.

Nach einer taktischen Auszeit der Gäste und einer kurzen Aufholjagd zum 24:17 kam 17 Minuten vor dem Ende nochmal Hoffnung bei den Hochfranken und den mitgereisten Fans auf, das Ruder vielleicht doch irgendwie herumzureißen. Allerdings machte ihnen die inkonsequente Abwehrarbeit einen Strich durch die Rechnung. Nach 52 gespielten Minuten war beim Stand von 29:19 der alte Abstand wiederhergestellt und das Spiel entschieden. Den Gästen blieb nichts anderes übrig, als noch ein wenig Ergebniskosmetik gegen siegessicher jubelnde Heimspieler und -Zuschauer zu betreiben, bis beim Stand von 31:24 endlich der Schlusspfiff ertönte.

Nach dieser erschreckend schwachen Leistung der HSV-Herren kommt ein spielfreies Wochenende jetzt gerade zum richtigen Zeitpunkt.  In 2 Wochen gastiert mit dem TV Weidhausen erneut eines der Spitzenteams der Bezirksoberliga im Rehauer Sportzentrum. Bis dahin gilt es für die Hochfranken, im Training an den Schwachstellen, die sich in Kunstadt deutlich aufgezeigt haben, zu arbeiten, um in der Tabelle nicht noch weiter ins Hintertreffen zu geraten. M.D.