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Herren I unterliegen klar

HSV Hochfranken: Michanek, Köhler; Fritsch (1), Ludwig (2), Pich (7), Scherdel, Krauß (4), Dorschner (1), Nützel (1), Kropf, Herkt

Schiedsrichter: Murrmann, Murrmann (TSV Altenfurt)

Zeitstrafen: TG Heidingsfeld: 1                 HSV: 2

Spielverlauf: 5. Minute 3:1, 12. 7:3, 20. 13:4, 25. 19:4, Halbzeit 22:5; 35. 26:7, 41. 29:9, 50. 35:11, Endstand 41:16

 

An einem warmen und sehr schönen Februarsonntag durften die Handballer aus Selb und Rehau ihre schwerste Aufgabe in dieser Saison antreten, das Auswärtsspiel beim Ligaprimus der TG Heidingsfeld.

Dass man in seiner Jugend oder in seinem gesamten Leben manchmal Dinge tut, die unvernünftig sind, das ist bekannt. Doch die HSV Hochfranken hat sich das nicht bewusst überlegt, der Spielplan legte fest, dass die Spieler der HSV zur Unzeit nach Würzburg fahren mussten. Neben dem Langzeitverletzten Philipp Mocker, fällt seit dem letzten Spiel auch noch Stefan Stöckert aus, der seine Diagnose erst in der nächsten Woche erhalten wird. Jonas Dirr konnte berufsbedingt nicht mit nach Würzburg fahren und Jan Becker konnte aufgrund von Fieber die Reise nicht antreten.

Es machte sich ein kleiner Haufen von Aufrechten auf die Reise, mit dem Wissen, dass es nur ein Ziel geben wird, nicht vollends unter die Räder zu kommen.

Die Angriffe sollten lange ausgespielt werden und zum Teil das Zeitspiel bewusst in Kauf genommen werden um den Hausherren möglichst lange in der Abwehr zu halten. Dass die Spieler dies auch mit dem sehr klebrigen Ball konnten, zeigten sie immer wieder. Doch zu oft brach der Drang ein schnelles Tor zu erzielen aus einigen Spielern heraus und wurde meist Opfer der gegnerischen Abwehr oder der Torhüter und im Anschluss wurden diese Bälle schnell in Treffer umgewandelt. Die Wechselalternativen auf Gästeseite waren äußerst beschränkt, da nur zwei Auswechselspieler zur Verfügung standen und so mussten große Teile des Teams 60 Minuten durchspielen. Die Abwehr war häufig nicht gefordert, da die Heidingsfelder Spieler ihre Tore häufig über die erste Welle erzielten. Wenn die Abwehr dann doch gefordert war, wurde sie durch die Halbprofis aus Würzburg schnell ausgehebelt. Die Spieler der HSV versuchten alles um nicht weiter ins Hintertreffen zu geraten, agierten aber dennoch häufig glücklos und gerieten immer weiter ins Hintertreffen, zur Pause waren es bereits 17 Tore Rückstand und die Messe war schon lange gelesen.

Doch ans Aufgeben dachte niemand, die Ziele wurden nun kleiner gesetzt. Es galt endlich zweistellig auf der Anzeigentafel zu stehen, was in der 45. Minute endlich gelang. Die Angriffe wurden nun sehr oft über außen oder durch Michal Pich abgeschlossen, der nun auch im Rückraum eingesetzt wurde. Die Gastgeber ließen nicht locker und spielten bis zum Schluss aus einem Guss. Die Gäste zeigten keinen Kräfteverschleiß und hielten 60 Minuten lang durch und bewiesen Moral. Es war nicht zu sehen, dass sich die Spieler untereinander nicht einig waren und versuchten alles in ihrer Macht Stehende um den Rückstand so gering wie möglich zu halten.

Das Aufeinandertreffen zweier völlig unterschiedlicher Überzeugungen konnte an diesem Tag nur einen Sieger kennen. Auf der einen Seite der Ligakrösus, was Punkte und auch finanziellen Hintergrund angeht, auf der anderen Seite die HSV Hochfranken, die mi eigenen Kräften versucht ihren Platz zu finden. Der Sieg der individuell stark besetzten TG´ler war zu keiner Zeit gefährdet und in der Höhe völlig verdient. Die Gäste konnten sich vor allem in der zweiten Hälfte steigern und spielten mit viel Disziplin und hielten sich an den ausgegebenen Plan.

Jetzt gilt es, wie bereits in der Vorwoche, den Fokus auf das Spiel gegen Mainburg zu lenken und sich gezielt weiter auf die kommenden Spiele vorzubereiten. Die Spieler wollen noch deutlich mehr Punkte holen um sich endlich für ihre Arbeit zu belohnen, dazu war der Ausflug nach Würzburg zwar zur Unzeit, zeigte aber, dass die Mannschaft sehr diszipliniert und ausdauernd spielen kann.