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Herren 1 übernimmt Tabellenführung

HSV Hochfranken – HC 03 Bamberg        31:29 (15:13)

Die HSV verschläft gegen starke Bamberger die ersten 10 Minuten in beiden Halbzeiten, aber holt die Rückstände auf und setzt sich am Ende knapp aber verdient durch.

HSV: Riedel, Köhler – Stöckert (1), Vogel, Pich (5/2), Dirr (2), Scherdel, Krauß (5), Reitmeier, Bartoš (4), Dorschner (2), Meinel (3), Schaller (3), Herkt (6/3)

Zeitstrafen: je 3
Siebenmeter: HSV 5/5, HC 4/5
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Bechler/Grünwald (TSV Oelsnitz)
Spielfilm: 2:5, 7:7, 9:10, 12:10, 15:13 – 17:20, 22:22, 28:28, 30:28, 31:29

Nach dem knappen Auswärtssieg der Vorwoche war die HSV Hochfranken gewarnt, vermeintlich schwächere Gegner auf keinen Fall zu unterschätzen. Mit der Saisonpremiere von Markus Dorschner war der Kader nun auch erstmals komplett, ebenso wie bei den Gästen, die in den Spielen zuvor einige Krankheitsausfälle zu verschmerzen hatten und erst einen Sieg feiern konnten.

In der Anfangsphase der Partie verstanden es zunächst die Gäste besser, nach einem ersten Abtasten ihre Chancen zu nutzen und konnten mit 2:5 in Führung gehen. Der schnelle Rückstand war für die Hochfranken das nötige Warnsignal, um die Leistungsbereitschaft in der Abwehr sowie die Trefferquote im Angriff zu steigern. Mit drei Treffern in Folge gelang somit nach 15 Minuten der Ausgleich zum 7:7 und man war im Spiel angekommen.  Beim Stand von 9:10 zog HSV-Trainer Jan Becker die Möglichkeit seiner Auszeit und forderte mit deutlichen Worten seine Mannschaft auf, den Fokus endlich vollständig auf das Spielgeschehen zu legen. Die Ansprache zeigte Wirkung: Aus einer Überzahlsituation konnten die Hochfranken Profit schlagen und gingen vier Minuten vor der Pause erstmals mit zwei Toren in Führung, welche sie bis zum Halbzeitstand von 15:13 halten konnten.

Unerklärlicherweise gelang es den Hausherren nicht, das aufgebaute Momentum mit in den zweiten Spielabschnitt zu transportieren. In den ersten zehn Minuten gelangen lediglich zwei Treffer, während die Gäste die aufklaffenden Lücken in der HSV-Defensive nutzten und sich nach 40 Minuten eine 17:20-Führung erspielten. Die Konsequenz daraus war eine Umstrukturierung der Abwehr auf eine 5:1-Formation, durch die der spielbestimmende Spieler des HC Bamberg aus dem Spiel genommen werden sollte. Die Gäste taten sich von nun an merklich schwerer, Tore zu erzielen, während Julius Meinel in dieser Phase des Spiels drei wichtige Treffer gelangen, inklusive des 22:22-Ausgleichs in der 47. Minute.

Das Spiel wanderte nun auf Messers Schneide: Aufbauend auf einer sich steigernden Torhüterleistung von Felix Köhler konnten die Gastgeber zwar immer wieder in Führung gehen, welche jedoch postwendend immer wieder egalisiert wurde. Vier Minuten vor Schluss beim Spielstand von 28:28 war die Spannung in der Rehauer Sporthalle greifbar. Den Gästen waren die konditionellen Defizite etwas mehr anzumerken und die Hausherren konnten mit ein bisschen Geschick eine 30:28-Führung herausspielen. Nach einem erneuten Ballgewinn für die HSV bei noch einer verbleibenden Minute sah man eigentlich schon wie der sichere Sieger aus, doch ein unnötig hektisch gespielter Angriff verhalf den Bambergern zu einer Kontermöglichkeit zum 30:29. Mit noch zwölf Sekunden auf der Uhr nahm Trainer Becker seine zweite Auszeit und gab die letzten Anweisungen an seine Mannschaft weiter, die sie umsetzen und mit Dominik Krauß den 31:29 Endstand erzielen konnte.

Nach dem Schlusspfiff mischte sich Jubel mit großer Erleichterung über einen erneut hart erkämpften Sieg, der der HSV Hochfranken hoffentlich Selbstvertrauen schenkt und für die kommenden, nicht leichter werdenden Aufgaben rüstet. M.D.