Herren 1 siegen erneut

HSV Hochfranken: Michanek, Köhler; Schönberner (3), Stöckert (1), Sandner, Ludwig (2/2), Görlitz (1), Kempf (7), Dirr (1), Scherdel (2), Krauß (4), Mocker (4), Zumpe (1), Herkt (2)

Zeitstrafen:         HSV: 3                  HC Sulzbach-Rosenberg: 3

Schiedsrichter: Hawly/Hawly (MTV Stadeln und Post SV Nürnberg)

Spielverlauf: 6. Minute 2:3, 12. 8:3, 11:3, Halbzeit 14:8; 17:10, 22:15, 27:19, Endstand 30:23

Zuschauer: 250

 

Es wäre schön einen Spielbericht aus der Selber Realschulturnhalle ohne Zwischenfälle zu erzählen, doch auch bei diesem Heimspiel der HSV Hochfranken kam es wieder zu ungeplanten Vorfällen.

Die Laptops, seit dieser Spielzeit Pflicht zur Erfassung des Spielverlaufes, fielen immer wieder aus. Nach knapp sechs Minuten beim Spielstand von 2:3 zum ersten Mal, der Laptop konnte nach einigen Minuten wieder zum Leben erweckt werden. Die Schiedsrichter mahnten nun die Verantwortlichen der HSV an einen klassischen handschriftlichen Spielberichtsbogen auszufüllen, für den Notfall. Dieser trat sieben Minuten später beim Spielstand von 8:3 ein, die Hochfranken hatten die dazwischen liegenden Minuten gut genutzt. Die Mannschaften wurden für zehn Minuten in die Kabinen geschickt um den Bogen korrekt auszufüllen. Beide Laptops hatten den Geist aufgegeben, was wohl auch an der Temperatur in der Halle lag.

Die HSV lag in diesem Moment mit acht Toren in Führung und spielte bisher sehr befreit und mit großem Willen und Glauben an die eigene Stärke auf. In der Unterbrechung stellte nun der HC Sulzbach-Rosenberg die Abwehr um und deckte in Folge Philipp Mocker kurz. Die Maßnahme fruchtete für ein paar Angriffe, bis sich die Hausherren darauf eingestellt hatten und die Manndeckung kein Problem mehr darstellte. Immer wieder wurde Lukas Kempf am Kreis gesucht und gefunden oder der freie Nebenmann angespielt, der dann auch zuverlässig traf. Allerdings kam kurz vor der Halbzeit leider ein kleiner Bruch ins Spiel der Handballer aus Selb und Rehau, was dazu führte, dass die Gäste in Schlagdistanz bleiben konnten. Jeder Akteur des Heimteams wollte nun die Partie selbst entscheiden ohne Rücksicht darauf, dass Handball ein Mannschaftssport ist und nur das Team gewinnt. Mit einer Führung von sechs Toren gingen die Mannschaften das zweite Mal in dieser Partie in die Kabine und jeder wusste, dass die HSV in dieser Saison schon einige Male eine scheinbar komfortable Führung verspielt hatten.

Das galt es zu verhindern und die Abwehr steigerte sich nochmals und entnervte die Angreifer aus Sulzbach-Rosenberg. Beweglich, schnell und vor allem am richtigen Posten, so spielten die Hochfranken nun im Abwehrverbund. Einige Bälle konnten abgefangen werden und postwendend in schnelle Tore umgewandelt werden. Der Vorsprung stabilisierte sich bei sieben Toren, auch weil die Handballer aus Selb und Rehau an diesem Tag eine deutlich vollere Bank als die Gäste hatten. Immer wieder konnten frische Spieler ins Spiel gebracht werden, die deutlich ausgelaugteren Spielern gegenüberstanden. Bereits zehn Minuten vor Schluss stellten die Gäste nun auf offene Manndeckung um, das Ziel war klar, Bälle gewinnen und den Rückstand reduzieren. Doch die Spieler der Heimmannschaft lösten die Herausforderung sehr gut, viel Bewegung der einzelnen Akteure sorgte dafür, dass der Vorsprung konstant blieb und der Gast den Rückstand nicht verringern konnte. Immer wieder setzten die Hausherren Nadelstiche und blieben ruhig im Spiel. Vier Minuten vor Schluss dezimierten sich der HC Sulzbach-Rosenberg und die HSV durfte nun den Vorsprung nochmals etwas erhöhen, auf zwischenzeitlich zehn Tore. Die Gastgeber erhielten nun selbst eine Zeitstrafe, aber die Messer war bereits gelesen und die letzten Minuten konnten endlich einmal entspannt angegangen werden. Schließlich war es dem an diesem Tag nicht zu bremsenden Lukas Kempf vorbehalten den letzten Treffer zu erzielen und damit die nächsten Punkt für die HSV Hochfranken einzufahren. Nun sind es nur noch drei Punkte auf die direkten Konkurrenten von der HC-Sulzbach-Rosenberg und dem ASV Auerbach, bei drei ausstehenden Spielen ist das natürlich eine schwierige Aufgabe aber nicht unmöglich. Ziel muss es nun sein weiterhin zu punkten um das Unmöglich möglich zu machen und noch einen Platz nach vorne zu rutschen. Nächste Möglichkeit hierzu haben die Handballer aus Selb und Rehau am nächsten Samstag beim letzten Derby der Saison in Münchberg.