Heimsieg gegen den ASV Cham

HSV Hochfranken: Michanek, Köhler; Fritsch (1), Schönberner (2), Stöckert (1), Ludwig, Görlitz; Kempf (4), Dirr (6), Scherdel (1), Krauß (4/1), Mocker (10/4), Zumpe (1), Herkt (3)

Zeitstrafen: HSV:             6                           ASV Cham:         6

Rote Karte: Bornack (ASV Cham, 33. Minute, 3×2), Ludwig (HSV Hochfranken, 43. Minute, 3×2)

Schiedsrichter: Haderlein/Haderlein (ESV Flügelrad)

Spielverlauf: 7. Minute 1:3, 14. 3:5, 20. 6:6, 25. 8:7, Halbzeit 10:7; 35. 14:9, 40. 18:11, 50. 24:17, 55. 28:19, Endstand 33:20

Zuschauer: 250

 

Das letzte Spiel der Hinrunde stand für die HSV Hochfranken gegen den ASV Cham an, dieses wurde im November nach Wassereinbruch in die Halle in Selb abgebrochen. Und das Spiel schien insgesamt unter keinem guten Stern zu stehen, denn auch am Samstag lief bei weitem nicht alles rund. Um 18.00 Uhr sollte das Spiel beginnen doch als um 17.45 Uhr noch immer keine Schiedsrichter nicht da waren wurden die Mannschaftsverantwortlichen aktiv und telefonierten mit den Unparteiischen, die aufgrund eines Staus frühestens um 18.30 Uhr in der Halle sein konnten. Dieser Umstand gab den Organisatoren der Spielgemeinschaft etwas mehr Zeit um die Hallenuhr zu reparieren, die einfach nicht funktionieren wollte aber bis zum Spielbeginn noch zum Funktionieren gebracht werden konnte. Satte 40 Minuten später als geplant begann die Partie und die Hochfranken wurden schnell an die Vorwoche erinnert denn sie lagen nach sieben Minuten mit zwei Toren zurück. Die Abwehr wurde nun umgestellt und Jan Schönberner, der erst am Mittwoch von seinem Auslandsaufenthalt in Südamerika zurückgekehrt war, durfte zeigen, dass er nichts verlernt hatte. Er störte die Kreise der Chamer Angreifer und nötigte ihnen Fehler ab. Insgesamt stand die Abwehr nun deutlich sicherer und hielt die Oberpfälzer auf Distanz was auch dazu führte, dass diese meist ohne Schwung auf die Abwehr der Spieler aus Selb und Rehau kamen. Der Angriff machte aber weiterhin Probleme es wurden zu wenige Chancen herausgespielt und klarste Möglichkeiten vergeben und so stand es in der 20. Spielminute nur 6:6. Zum einen war dies der guten Abwehrarbeit beider Seiten geschuldet und aber auch der hervorragenden Torhüterleistung auf beiden Seiten. Vladimir Michanek bewies einmal mehr, dass immer noch ein Meister seines Faches ist und parierte alleine in Halbzeit eins zehn freie Würfe. Gestützt auf ihre ausgezeichnete Abwehrarbeit konnten die Hochfranken in der 25. Minute erstmals in Führung gehen und diese bis zur Halbzeit auf drei Tore ausbauen, beim Stand von 10:7 gingen die Mannschaften in die Kabinen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte drückten die Spieler von Luka Veraja weiter auf die Tube und erhöhten schnell den Vorsprung auf fünf Tore. Immer wieder bissen sich die Spieler aus Cham die Zähne an der gut gestaffelten Abwehr der Spielvereinigung aus. Die Heimmannschaft setzte einen Konter nach dem anderen und zog so weiter davon. Die Mannschaft des Ex-Hochfrankenspielers Turecek, der mittlerweile Trainer in Cham ist, hatte nun kein Rezept mehr und der wurde in der 40. Minute zur Auszeit gebeten. Sie stellten die Abwehr nun auf doppelte Manndeckung gegen Mocker und Dirr um, was mehr Platz für die anderen Spieler bedeutete. Lukas Kempf nahm nun das Heft in die Hand und verteilte die Bälle geschickt, was dazu führte, dass die neue Abwehrvariante den Hochfranken nicht schadete, der Vorsprung blieb konstant bei sieben Toren bis in die 50. Spielminute. Die nächsten fünf Minuten gehörten nun Jonas Dirr, der insgesamt vier seiner sechs Tore in diesen Minuten erzielte. Wie entfesselt spielte er nun auf und ging mit unheimlichen Willen und viel Schwung in die Lücken, die sich auftaten. Der Vorsprung wurde auf neun Tore erhöht und die HSV-Spieler hätten nun auch locker zu Ende spielen können, doch genau das taten sie nicht. Sie wollten an diesem Tag mehr und Alexander Fritsch durfte drei Minuten vor Schluss das 30. Tor erzielen, was den Torhunger der Heimmannschaft aber noch nicht gestillt hatte, denn sie erhöhten bis zum Ende noch auf 33 Treffer und revanchierten sich für die empfindliche Niederlage vor einer Woche mit einem sehr überzeugenden Triumph mit 33:20. Dies bedeutet nun erstmals den viertletzten Platz und in der nächsten Woche kommt der neue Tabellennachbar aus Sulzbach-Rosenberg zur HSV. Mit dieser Mannschaft ist ebenfalls noch eine Rechnung aus der Vorrunde offen als es eine unglückliche Niederlage im Auswärtsspiel gab.