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Erste weiter auf Erfolgsuche

HSV Hochfranken: Michanek, Köhler; Fritsch, Stöckert (1), Vogel (2), Ludwig (4/1), Dirr (2), Scherdel (1), Krauß (4), Mocker (2), Dorschner, Hüttner (1), Zitterbart (3), Herkt (1)

 

TV Münchberg: Hurt, F. Bär; Oberländer (2), Kalas (3), Breuherr (1), Szwarc (1), Schrepfer (2), C. Bär (1), Mayer (2), Lad (5), Skvaril (10/8), Müller (2),

Zeitstrafen: HSV: 5                        TV Münchberg: 0

Rote Karte: Hurt (57. Minute)

Spielverlauf: 6. Spielminute 5:1, 15. 5:7, 20. 6:8, 25. 8:10, Halbzeit 10:10; 35. 12:13, 45. 16:20, 53. 19:25, Endstand 21:29

 

Einem Derby leider nicht gerecht wurde das Spiel am Samstagabend zwischen der HSV Hochfranken und dem TV Münchberg. Die Emotionen fehlten auf beiden Seiten, sowohl der Wille und die Spielfreude auf der Seite der Heimmannschaft, als auch die Gefühle eines Derbies auf der Gastseite wollte während der gesamten Partie nicht aufkommen. Die HSV Hochfranken begann wie gewohnt mit sehr beweglicher Abwehr und machte es den Gästen schwer ihr Spiel aufzuziehen. Auch im Angriff lief es bei den Hochfranken rund, der Ball lief gut und schnell durch die Reihen und die Torwürfe landeten im Netz hinter Torwart Hurt. Nach fünf Minuten lag die Heimmannschaft mit 5:1 in Front. Was nun geschah ist schwer zu erklären, fast 15 Minuten lang blieb die HSV ohne eigenen Torerfolg, die Gäste wiederum spielten ihre Erfahrung nun deutlich besser auf und konnten Tor um Tor aufholen und davonziehen. Immer wieder angetrieben vom letzten in Münchberg verbliebenen Lad-Bruder, der seine Nebenleute immer wieder geschickt einsetzte. Falls das nicht funktionierte nahm er sich selbst ein Herz und traf die HSV-Abwehr immer wieder ins selbige. Die Gastgeber stellten die Abwehr um und konnten nun einige technische Fehler und Ballverluste der Münchberger provozieren. Es keimte wieder Hoffnung auf im Lager der Selber und Rehauer Spieler. Bis zum Halbzeitpfiff konnte man sich auf ein Unentschieden heranbringen und ging beim Stand von 10:10 in die Kabinen. Auffällig in der ersten Halbzeit waren die vielen technischen Fehler auf beiden Seiten, Fehlwürfe, Passfehler und auch Schrittfehler waren bei beiden Teams an der Tagesordnung und führten zu einem Spiel, das bereits im ersten Durchgang einem Derby nicht gerecht wurde.

Frisch aus der Pause und mit dem Rückenwind einer erfolgreichen Aufholjagd wollten die Spieler aus Selb und Rehau diesen Weg weitergehen. Doch die Gäste hatten sich gut auf die Abwehrvariante der Hochfranken eingestellt. Die Heimmannschaft indes suchte ihre Heil in Einzelaktionen, die immer wieder scheiterten. Das Team von Christian Seifert nutzte jede Lücke und jeden Fehler der HSV’ler gnadenlos aus und zogen langsam davon. Immer wieder kamen nun leider auch die Abwehrspieler der HSV zu spät und handelten sich ein ums andere Mal Zeitstrafen ein, die es ihnen noch schwerer machten Tore zu erzielen. Der Abstand wuchs zwischenzeitlich auf sieben Tore an 16:23. Jetzt wurde die Abwehr der Hochfranken sehr offensiv eingestellt, zwölf Minuten vor Schluss. Diese Maßnahme fruchtete auch und der Rückstand konnte kurzzeitig wieder verringert werden, doch dann das altbekannte Spiel, Zeitstrafe mit Strafwurf und im Anschluss daran wieder Schwierigkeiten im Spielaufbau und Torabschluss. Die Hausherren zogen nun immer wieder den Kürzeren gegen die Herren aus Münchberg, die sich vor allem auf ihre rechte Angriffsseite mit Kalas, Skvaril und Lad verlassen konnten, da diese Spieler ein ums andere Mal das Heft in die Hand nahmen und geschickt Lücken auftaten oder Strafwürfe herbeiführten. Hier zeichnete sich die Erfahrung des Gegners ab, der sich bis zum Ende schließlich auf 21:29 absetzen konnte und völlig verdient die Punkte aus Rehau entführte.

Das Gute an den nächsten Wochen für die HSV wird sein, dass nun verstärkt trainiert werden kann, da eine längere Spielpause stattfindet, in der es heißen wird wieder zu sich selbst und zu den Punkten zu finden um das Jahr 2017 noch mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen.