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Erste Mannschaft kurz vor der Sensation

Zeitstrafen: HSV:             6                                          SG Regensburg: 4

Rote Karte: Dirr (47. Minute 3×2 Minuten), Dzolic (47. Minute, grobes Foul)

Schiedsrichter: Hermannstädter, Richter (beide TS Herzogenaurach)

Spielverlauf: 5. Minute 1:3, 12. 4:6, 19. 9:9, 26. 13:12, Halbzeit 16:16; 35. 18:18, 45. 22:20, 49. 23:23, 55. 24:26, Endstand 26:29

 

Es läuft die 45. Spielminute im Rehauer Sportzentrum, die HSV Hochfranken geht durch den starken Tobias Ludwig mit zwei Toren in Führung. Die Stimmung ist am Höhepunkt, die Halle steht und die Mannschaft hat im bisherigen Spiel gezeigt was zu leisten sie in der Lage ist.

Die Partie begann so wie erwartet, der Tabellenführer aus der Oberpfalz machte schnell klar, dass sie zurecht oben stehen nach fünf Minuten lagen die Hausherren bereits zwei Tore im Hintertreffen. Das war vor allem dem geschuldet, dass die Gastgeber zu schnell abschlossen. Doch nun ging ein unsichtbarer Ruck durch das Team aus Selb und Hochfranken, was in den Folgeminuten deutlich zu sehen war. Immer wieder setzten sie Nadelstiche und konnten aus einer massiv stehenden Abwehr heraus näher an den Ligaprimus heranrücken. Die Abwehr der Gäste stand immer wieder vor Rätseln, wenn die schnellen Rückraumleute der HSV auf sie zukamen und die Lücke suchten oder den gut postierten Nebenmann anspielten. Bis zur 19. Minute konnten die Hochfranken ausgleichen und sorgten damit für verdutztes Augenreiben auf der Tribüne. Die Männer wollten an diesem Tag mehr und viel wichtiger ist, dass sie es auch in sich haben. Philipp Mocker war es vorbehalten in der 26. Minute die erste Führung zu erzielen und die Hoffnung zu wecken den Spitzenreiter in die Schranken zu weisen. Immer wieder konnte nun die Führung verteidigt werden, doch der Tabellenerste erzielte fast mit dem Pausenpfiff das Unentschieden.

Die Marschroute war klar, es musste nichts geändert werden und die Herren der HSV kamen mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein aus der Kabine, was auch sofort am Spielfeld spürbar war. Mit großer Konsequenz und Disziplin wurden nur die richtigen Entscheidungen getroffen und es war möglich in der 45. Minute mit zwei Toren in Führung zu gehen. Keine Nervosität war zu spüren und auch nicht die Angst vor der eigenen Courage. Doch dann hatten die Unparteiischen kein glückliches Händchen, bei einem Anwurf der Heimmannschaft wurde Jonas Dirr von seinem Gegenspieler Dzolic von hinten umgerannt, jeder in der Halle dachte, dass dies eine klare Entscheidung werden würde. Die Schiedsrichter hatten allerdings scheinbar etwas gesehen, was allen anderen verborgen blieb denn sie stellten Jonas Dirr mit einer Zeitstrafe, seiner dritten und Dzolic mit einer direkten Roten Karte vom Feld. Das war ein gewaltiger Nackenschlag für die HSV Hochfranken, denn sie verloren damit einen wichtigen Spieler in Abwehr und Angriff. Binnen der nächsten vier Minuten rächte sich diese Entscheidung bitterlich denn die SG Regensburg spielte ihre Erfahrung aus und konnte nun selbst mit zwei Toren in Front gehen. Davon konnten sich die Hausherren nicht mehr erholen, es war zwar noch einmal möglich auf ein Tor in der 54. Spielminute zu verkürzen, doch das Ergebnis konnte nicht mehr gedreht werden, da die Spieler der HSV Hochfranken in diesem Spiel auch sehr viel Kraft lassen mussten und somit am Ende nicht mehr entscheidend gegenhalten konnten. Sie versuchten zwar nochmal die Abwehr offensiver aufzustellen was die Regensburger nicht wirklich beeindruckte doch im Endeffekt brachte es nichts mehr ein und die Partie ging am Ende mit 26:29 verloren.

Allerdings war dieses Spiel das beste in dieser Saison und die Spieler konnten sich endlich freispielen, was Hoffnung für die nächsten Wochen gibt. Am nächsten Wochenende gastiert der TV Helmbrechts zum Derby in Selb und es bleibt zu hoffen, dass die Form und das Spielverständnis dieser Partie in die Restsaison gerettet werden kann um noch einige Punkte einzusammeln.