Damen siegen gegen Meisterschaftsfavoriten

HSV Hochfranken: Künzel; Setzer (10/9), Benker (4), J. Schiller (5/2), N. Schiller, Gutsch, Höra, Rausch, Heinritz (1), Rummel (3), Isenberg (2), Markert (1)

Schiedsrichter: Mirwald, Wiskojan (12 Bamberg/Hallstadt)

Zeitstrafen: HSV: 3          TV Helmbrechts: 5

Spielverlauf: 5. Minute 3:1, 10. 7:1, 20. 9:9, 25. 11:10, Halbzeit 13:12; 34. 13:14, 45. 19:16, 50. 20:19, 55. 23:20, Endstand 26:21

 

Der Landesligaabsteiger aus Helmbrechts gab am Samstag die Visitenkarte bei den Damen der HSV Hochfranken ab. Ein Derby gegen einen Meisterschaftsfavoriten stand also an und die Damen der Spielvereinigung waren dementsprechend motiviert aber auch nervös, da es in den letzten Partien immer wenig zu erben gab. Doch die Damen aus Selb und Rehau waren auf dem Punkt fit und konnten gleich zu Beginn Akzente setzen und den Gästen den Schneid abkaufen, die wussten nicht wie ihnen geschah, als nach zehn Minuten 7:1 an der Anzeigentafel stand. Doch auch den Gastgeberinnen war dieser Spielstand nicht geheuer und, wie sich in der Folge zeigen sollte konnten sie damit auch nicht recht umgehen. Die Abwehr stand von Beginn an sehr massiv, flexibel und vor allem effektiv. Es bot sich kein Platz für die quirligen Gästespielerinnen, die sich immer wieder die Zähne am Bollwerk um Markert und Isenberg ausbissen. Im Angriff wurde jede Lücke genützt und die Akteurinnen der HSV konnten ein ums andere Mal Strafwürfe herausholen.

Nach der höchsten Führung der Partie in der zehnten Minute wurde die Abwehr etwas langsamer und die Favoritinnen nutzten die sich bietenden Lücken eiskalt. Bis zur 20. Spielminute wurde der Spielstand egalisiert und die Angst ging um, dass Helmbrechts nun das Spiel schnell drehen würde. Die HSV-Spielerinnen ließen sich aber nicht beeindrucken oder einschüchtern, sondern spielten erstmals seit langem einfach unbeeindruckt weiter. Die Partie wurde bis zur Halbzeit offengehalten und beim Stand von 13:12 ging es zum Pausentee.

Der Beginn der zweiten Hälfte ging eindeutig an die Gäste, dies es in der 34. Spielminute schafften in Führung zu gehen. Dass dies die einzige Führung während des gesamten Spiels bleiben sollte lag vor allem an der hervorragenden Einstellung der Heimmannschaft. Ohne zu zögern oder zu zweifeln spielten die HSV’lerinnen ihr Spiel weiter. Die Abwehr stand wieder besser und machten einfache Tore für die Gäste unmöglich, Marika Künzel machte einige Chancen zunichte und das Angriffsspiel funktionierte hervorragend. Bis zur 45. Minute wurde ein Vorsprung von drei Toren erzielt und gefestigt. Doch nun wurde es nochmals brenzlig, zwei Zeitstrafen gegen Benker und Rummel ließ den TV Helmbrechts nochmal auf ein Tor verkürzen. Verena Rummel war es dann aber auch, die mit einer tollen Einzelaktion den Endspurt einleitete. Zwar verkürzten die Gäste nochmals auf ein Tor, doch Rummel, Benker, Setzer und Schiller sorgten mit vier Toren in Folge dafür, dass das letzte Aufbäumen des Favoriten gänzlich verpuffte. Drei Minuten vor Schluss lag die HSV nun mit fünf Toren in Front, die Gefahr war dennoch noch nicht gebannt, da Helmbrechts nun die Abwehr offensiver aufstellte. Doch auch das brachte die Spielerinnen aus Selb und Rehau nicht in Verlegenheit und sie nahmen im Angriff Zeit von der Uhr und so konnte der Gast keinen Nutzen aus seiner Abwehrumstellung ziehen. Stefanie Setzer erzielten einige Sekunden vor Schluss den Endstand von 26:21, der an diesem Tag völlig leistungsgerecht war.

Die HSV-Damen nutzten endlich ihr gesamten Potential und zeigten auch in schwierigen Situationen Selbstvertrauen und immer die richtige Antwort. Am nächsten Wochenende geht es nun zum Ligaprimus und letztjährigen Meister, dem TV Gefrees. Wenn hier auch alle am Bord sind und ähnliche Disziplin zeigen, dann kann auch dort eine Überraschung möglich sein.