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Damen belohnen sich endlich

HSV Hochfranken: Künzel; J. Schiller (4/2), Adam, Ploß (5/1), N. Schiller (6), Beck, Heinritz (3), Rummel (2), Reimer (3), Isenberg, Markert

Schiedsrichter: Uzun (TV Helmbrechts)

Zeitstrafen: HSV: 3          HC 03 Bamberg: 8

Rote Karte: Markert (HSV, 3×2 Minuten, 54. Spielminute)

Spielverlauf: 10. Spielminute 2:5, 20. 6:8, 28. 10:12, Halbzeit 11:12; 35. 12:12, 41. 12:16, 47. 16:16, 54. 22:18, 57. 22:21, Endstand 23:21

 

Die punktlosen Damen der HSV Hochfranken mussten am Sonntagabend gegen die HC 03 Bamberg antreten, die Tabellenplatz fünf in der Bezirksoberliga Oberfranken belegen. Vor allem der starke Rückraum der Bamberger musste unter Kontrolle gebracht werden um eine Chance zu haben. Doch das funktionierte zu Beginn nicht wie gewollt und die Gäste konnten sich schnell auf drei Tore absetzen. Doch die Spielerinnen von Trainer Luka Veraja steckten nicht auf und spielten weiter und ohne Angst, denn es waren die eigenen Unzulänglichkeiten, vor allem Fehlwürfe, die dazu führten, dass man zurücklag. Die Spielerinnen aus Selb und Rehau liefen immer weiter gegen die Abwehr an und auch beim Damenhandball gilt: „Steter Tropfen höhlt den Stein.“, denn nur wer wirft kann auch treffen. Genau diese Marschroute beherzigten sie jetzt immer mehr und konnten den Abstand konstant halten, auch mit einigen Fehlwürfen, denn die Abwehr gewann einige Bälle und die Torhüterin Künzel parierte zusätzlich einige Bälle. In der 28. Spielminute brach Katharina Ploß durch die Abwehr und prallte mit dem Kopf auf dem Boden, der sich umgehend blutrot färbte. Eine große Platzwunde oberhalb des Auges unterbrach das Spiel für fast 20 Minuten. Das Heimpublikum ist längere Unterbrechungen inzwischen, nach dem Cham-Spiel, gewöhnt. Die Spielerinnen hielten sich spielbereit. Als Ploß schließlich ins Krankenhaus transportiert wurde konnte das Spiel fortgesetzt werden und die Hochfrankenspielerinnen konnten den Rückstand auf ein Tor verkürzen.

Nach der in beiderseitigem Einvernehmen verkürzten Pause legte die Heimmannschaft nach und erzielte den Ausgleich, der für fünf Minuten bleiben sollte (12:12). Keine Mannschaft erzielte ein Tor. Doch nun legten die Gäste plötzlich nach und zogen binnen sechs Minuten auf 12:16 davon. Auszeit der Heimmannschaft und eine Abwehrumstellung auf eine 4-2-Deckung. Diese Maßnahme fruchtete und die Gästespielerinnen wussten zum Teil nicht mehr wohin mit dem Ball, der immer wieder Beute der HSV-Abwehr wurde. Die technischen Fehler der Bambergerinnen häuften sich und die Heimmannschaft schlug daraus Kapital. Innerhalb der nächsten sechs Minuten konnten die Damen der HSV ausgleichen (47. Spielminute) und eine Minute später sogar in Führung gehen. Die genommene Auszeit der Gäste schenkte den dezimierten Spielerinnen eine willkommene Erholung und diese zogen nun auf vier Tore davon und lagen sechs Minuten vor Schluss mit 22:18 in Front. Doch kein Grund zur Ruhe, denn nun wurde ein ums andere Mal der Ball leichtfertig vertändelt und die Gäste aus der Domstadt kamen wieder heran und konnten auf ein Tor verkürzen. Jeder Fehler konnte nun der entscheidende sein und so spielten beide Mannschaften nun zu vorsichtig. Am Ende war es Jessica Schiller vorbehalten den 23. Treffer zu markieren, der letzte Treffer der Gäste fixierte nur noch den Endstand und den ersten Saisonsieg der Hochfrankendamen.

Besonders zu erwähnen bei diesem Spiel ist die geschlossene Mannschaftleistung, bei der fast jede Spielerin auf ungewohnten Positionen eingesetzt werden musste und die beiden Jugendspielerinnen, die die geforderten Aufgaben gut erfüllten.