Chancenlos in Cham

HSV Hochfranken: Michanek, Riedel, Köhler; Meinel (1), Sandner, Stöckert (3/1), Nützel (2/2), Görlitz, Pich (6), Dirr (4/4), Krauß, Ludwig (1), Dorschner (1), Herkt

Schiedsrichter: Weichselgartner, Wesp (beide VfL Waldkraiburg)

Zeitstrafen: HSV: 4         ASV Cham: 5

Spielverlauf: 5. Spielminute 1:1, 10. 5:1, 20. 10:4, Halbzeit 16:6; 35. 20:8,40. 25:8, 55. 31:17, Endstand 34:18

 

Erneut chancenlos waren die Herren der HSV Hochfranken in Cham. Dass es dort immer extrem schwierig ist etwas mitzunehmen ist seit Jahren bekannt, doch an diesem Samstag machten es die Spieler der aus Selb und Rehau den Hausherren sehr leicht. Die ersten Minuten verliefen ausgeglichen, allerdings häuften sich auch hier schon die technischen Fehler auf Gästeseite. Fehlwürfe, Fehlpässe und technische Fehler in Reihe sorgten immer wieder für schnelle Konter der Chamer und diese wurden eiskalt vollstreckt. Insgesamt sollten es am Ende der Partie 15 Tempogegenstöße der Hausherren sein. Wenn die Hochfranken in der ersten Hälfte dazu kamen Abwehr zu spielen, bewegten sich die Spieler gut und stellten die Räume gut zu, die Hausherren agierten hier aber mit viel individueller Klasse und Erfahrung und fanden immer wieder die Richtigen Lösungen. Die HSV-Spieler indes taten sich schwer gegen die groß gewachsene und stabil stehende 6-0-Abwehr des ASV. Sie bissen sich förmlich die Zähne aus und wenn sie Lücken erhaschten scheiterten die Werfer allzu oft am Torhüter Bistrian, der einen sehr guten Tag erwischt hatte.

Die Hausherren erhöhten Stück für Stück den Vorsprung und konnten sich bis zur Halbzeitsirene auf zehn Tore absetzen.

Die HSV musste nun versuchen Schadensbegrenzung zu betreiben. Der Versuch Werfer aus dem Rückraum zum Torerfolg zu bringen scheiterte ebenso wie Würfe von außen. Die Hausherren setzten sich sukzessive immer weiter ab und konnten in der 40. Spielminute bereits 17 Tore zwischen sich und die Gäste bringen, die immer noch nicht zweistellig getroffen hatten. Die Verunsicherung wuchs weiter und damit auch die Fehler der HSV-Spieler. Die Gastgeber schalteten nun einen Gang zurück, was für das Angriffsspiel der HSV gut war, denn nun konnten einige freie Würfe erzwungen werden. Der Rückstand blieb stabil aber die Spieler aus Selb und Rehau schafften es so in der 44. Spielminute endlich zweistellig zu werden. Sie gaben trotz der aussichtslosen Situation nicht auf und versuchten die längst feststehende Niederlage ein wenig erträglicher zu gestalten.

Am Ende konnte die Erste der HSV gerade einmal 18 Tore erzielen und verlor mit 16 Toren Unterschied beim ASV Cham. Dass die Trauben dort hoch hängen weiß jeder, aber an diesem Tag hingen sie für die HSV Hochfranken deutlich zu hoch. Nun gilt es unter der Woche die Niederlage zu verarbeiten und sich auf die nächsten wichtigen und entscheidenden Spiele vorzubereiten. Am nächsten Wochenende wartet dann das Heimspiel gegen den Tabellennachbarn HC Sulzbach-Rosenberg.