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Arbeitssieg für Herren 1 in Bad Rodach

SG Bad Rodach/Großwalbur – HSV Hochfranken              26:29 (13:14)

In einer über 60 Minuten engen und unkämpften Partie geht die HSV Hochfranken als Sieger vom Feld. Die Torhüter liefern sich dabei ein hochklassiges Duell.

HSV: Riedel, Köhler – Reitmeier, Meinel (3), Stöckert (1), Bartoš (6), Ludwig, Pich (4), Dirr (3), Scherdel, Krauß (3), Schaller, Wolf (1), Herkt (8/3)

Zeitstrafen: SG 5, HSV 5

Siebenmeter: SG 6/8, HSV 3/5

Spielfilm: 1:4, 4:4, 7:9, 12:11, 13:14 – 16:15, 18:21, 24:26, 26:29

Schiedsrichter: Bönisch/Weisflog (TV Michelau)

Es war der erwartete erste Härtetest der noch jungen Saison, und gleichzeitig eine Belastungsprobe für die Nerven der Mannschaft von Trainer Jan Becker. Nach 60 Minuten aber standen die Hochfranken als Sieger fest und die Erleichterung war bei allen Akteuren spürbar groß.

Die ersten Minuten der Partie verliefen vielversprechend, schnell war eine 1:4-Führung erspielt. Doch nun schlichen sich die ersten Unkonzentriertheiten in das Spiel der Gäste ein, die viele vergebene Großchancen sowie eine inkonsequente Abwehrarbeit zur Folge hatten. So kam nach 20 Minuten beim Stand von 10:9 zur ersten Führung für die Gastgeber. Co-Trainer Vladimir Michanek veranlasste zu diesem Zeitpunkt einen Torwartwechsel, bei dem Felix Köhler den etwas glücklosen Jonatan Riedel ersetzte. Köhler erwischte einen perfekten Start und parierte die ersten zwei Würfe auf sein Tor, wodurch er einen wichtigen Impuls an die Mannschaft weitergab und deren Kämpferinstinkt weckte. Die dadurch entstandene 13:14-Führung zur Halbzeit wurde jedoch zur Nebensache, zu groß war bei den Hochfranken der Unmut über die zuvor zahlreich vergebenen Chancen.

Wohl wissend, dass die Führung nach 30 Minuten höher hätte ausfallen können, verwies Trainer Jan Becker in der Halbzeitansprache lediglich auf die Stärken seiner Mannschaft und forderte eine konzentrierte und abgeklärte Leistung im zweiten Spielabschnitt. Dieser begann jedoch mit einem klassischen Fehlstart, nach dem sich die Gäste beim Stand von 16:15 erneut im Rückstand sahen. Es sollte dennoch die letzte Führung der Gastgeber sein. Einen erheblichen Anteil daran hatte Felix Köhler im Tor. Er stand dem an diesem Tag großartig agierenden Heimtorhüter in nichts nach und hielt sein Team mit sehenswerten Paraden im Spiel, wodurch die Gäste wieder in Führung gehen und diese nach 45 Minuten bis auf 20:24 ausbauen konnten.

Die letzte Vierstunde des Spiels brach an, in der Alexander Wolf zu seinem Debut in der ersten Herrenmannschaft kam und das ihm geschenkte Vertrauen mit einem Treffer rechtfertigte. Der Vorsprung der Hochfranken bewegte sich nun stetig zwischen zwei und drei Toren.  Beide Mannschaften agierten zunehmend nervös, technische Fehler sowie vergebene Strafwürfe waren die Folge. Einen letzten Schreckmoment erlebten die Hochfranken, als nach knapp 58 Minuten beim Stand von 26:28 Jonas Dirr eine 2 Minuten Strafe bekam und somit die Gäste quasi bis zum Schlusspfiff in Unterzahl agieren mussten, welche sie jedoch schadlos überstanden und sogar den Endstand von 26:29 einstellen konnten.

Unter dem Strich stehen nach dieser Partie für die HSV zwei weitere Pluspunkte auf dem Weg zu einer erfolgreich Saison, allerdings ist man sich auch im Klaren, dass man sich bei einem großartig agierenden Torhüter bedanken und die Leistung in der Abwehr sowie in der Chancenverwertung steigern muss, um das Minuspunktekonto weiterhin im Nullbereich halten zu können. Der nächste Gegner der HSV, dann wieder in einem Heimspiel, ist am kommenden Samstag der HC 03 Bamberg.