Erste mit Krankheitssorgen

HSV Hochfranken: Riedel, Michanek; Zumpe (2/2), Fritsch (1), Dietel, Kempf, Stöckert (2), Sandner, Görlitz (2), Pich (5), Ludwig (1), Dorschner (4), Nützel (2/2), Herkt (1)

Schiedsrichter: Büttner (MTV Stadeln), Kronschnabel (TSV Wendelstein)

Zuschauer: 200

Zeitstrafen: HSV: 9          HC Sulzbach-Rosenberg: 6

Spielverlauf: 5. Minute 2:3, 15. 7:7, 25. 11:11, Halbzeit 12:14; 35. 13:17, 45. 16:21, 55. 19:23, Endstand 20:27

 

Dass die Saison der HSV Hochfranken keine einfache werden würde war bereits nach 40 Minuten in der Auftaktpartie im September klar, Philipp Mocker verletzte sich damals schwer, zusätzlich fallen Tobias Ludwig aufgrund beruflicher Gründe und Jan Scherdel verletzungsbedingt länger aus. Aktuell haben die Verantwortlichen der Spielvereinigung allerdings mit wöchentlich neuen Problemstellungen zu kämpfen, in dieser Woche meldeten sich am Freitag neben Felix Köhler und Julius Meinel auch Jonas Dirr und Dominik Krauß ab, da alle erkrankt sind und mit Fieber das Bett hüteten. Jan Schönberner ist nur berufsbedingt nicht immer verfügbar, hilft aber immer wenn er die Möglichkeit hat, Stefan Stöckert zog sich vor Wochenfrist eine Verletzung am linken Knie zu und konnte ebenfalls nur begrenzt agieren. So war man gezwungen alles auf den Kopf zu stellen und mit einer völlig neuen Besatzung zu spielen, Spieler aus der zweiten Mannschaft erklärten sich kurzfristig bereit auszuhelfen und versuchten alles um die Partie am Samstag zu gewinnen.

Die Partie begann wie zu erwarten war, viele Fehler auf beiden Seiten und eine hohe Nervosität. Die Schiedsrichterinnen taten noch einiges zur Verunsicherung dazu, da sie sehr uneinheitlich leiteten. Auch Hochfrankenseite wurden reihenweise Offensivfouls geahndet und Zeitstrafen für kleinste Vergehen verteilt, die auf Gästeseite nicht aufgefallen sind. Das bremste zum einen die Angriffsbemühungen der Hausherren deutlich, da zum einen die sich bietenden Lücken nicht genutzt wurden aus Angst davor erneut zurückgepfiffen zu werden und zum anderen in der Abwehr jede noch so kleine Aktion mit Strafwurf und Zeitstrafe bestraft wurden. Allerdings wurden zusätzlich auch noch einfachste Fehler produziert, die den pfeilschnellen Gästen in die Hände fielen und in Tore umgewandelt wurden. Die Handballer aus Selb und Rehau konnten dennoch die Partie offen gestalten und hielten das Ergebnis offen. In der 11. Spielminute fiel nun der nächste Spieler aus, Timo Nützel zog sich eine Zerrung zu und konnte für die restliche Partie nicht mehr eingesetzt werden, damit brach eine weiter Stütze der Abwehr weg. Lukas Kempf, der ebenso wie Rick Zumpe aushalf, erhielt nach nur 10 Minuten Einsatzzeit seine zweite Zeitstrafe und konnte ebenso ab der 20. Spielminute nicht mehr Abwehr spielen, was ebenfalls eine große Schwächung bedeutete.

Die Spieler der HSV ließen sich dennoch nicht unterkriegen und hielten die Partei bis fünf Minuten vor der Halbzeit offen. Jetzt plötzlich griff etwas Hektik um sich und es wurde Ball um Ball verloren. Die Gäste nutzten diesen Fakt um in Front zu gehen und bis zur Pause auf 12:14 in Führung zu liegen.

Die Abwehr wurde nun nach der Halbzeit personalbedingt umgestellt und es wurde offensiver agiert. Die HC Sulzbach-Rosenberg ließ sich davon nicht stören und zog bis zur 45. Minute auf fünf Tore davon. Die HSV-Spieler scheiterten immer wieder an der Abwehr oder an den eigenen Fehlern, außerdem musste aufgrund der Zeitstrafen für einzelne Spieler sehr oft zwischen Abwehr und Angriff gewechselt werden. Der Rückstand konnte selbst unter größten Anstrengungen nicht verringert werden und blieb konstant bei vier Toren. Die Spieler aus Selb und Rehau gaben nicht auf und versuchten alles um die drohende Niederlage abzuwenden. Die Unparteiischen machten aber zweimal in entscheidenden Situationen einen Strich durch die Rechnung, da sowohl in der 45. Spielminute als auch kurz vor Ende jeweils zwei Spieler der Heimmannschaft Zeitstrafen erhielten. Der Spielfluss wurde beide Male massiv unterbrochen und führte dazu, dass Sulzbach zu einfachen Toren kam und die HSV weiter in Rückstand geriet.

Bis zum Ende steckten die Akteure nicht auf, doch sie mussten den Gegenspielern zu oft den Vortritt lassen. Bis zum Schluss konnten sie die Gäste auf sieben Tore absetzen und gewannen das Spiel mit 20:27.

Nun ist es an den Verantwortlichen und Spierlern der HSV Hochfranken bis zur nächsten Woche die Wunden zu lecken, Verletzungen auszukurieren und wieder Selbstvertrauen zu tanken um im Derby am nächsten Sonntag erfolgreich zu sein und endlich die nötigen Punkte zu holen.